Von der Stenografin zur Personal Branding Fotografin – wie eine Marke wirklich entsteht
Von der Stenografin zur Marke: Warum ich in Orange lebe – und was das mit dir zu tun hat

Ich bin in Grau aufgewachsen.
Grau waren die Häuser. Grau der Himmel über Halle/Saale. Jeden Morgen lag eine Smogwolke über der Stadt, der Wind brachte den Chemiegeruch aus den Industrieanlagen von Buna und Leuna. Farbe war Mangelware – und Luxus gab es nicht.
Ich wusste damals nicht, dass mich genau das später prägen würde. Dass die Sehnsucht nach Farbe, nach Sichtbarkeit, nach dem Mut, sich zu zeigen, einmal mein Beruf werden würde.
Heute lebe ich in Orange. In meiner Garderobe, in meinen Bildern, in der Energie, die ich in einen Raum bringe. Wer mich einmal gesehen hat, erkennt mich wieder – nicht wegen eines Logos, sondern weil Farbe bei mir keine Marketingstrategie ist.
Sie ist Haltung. Und sie hat eine Geschichte.
Mit 16 zur Schreibmaschine – vom Staat zugewiesen
Mit 16 Jahren wurde ich in der DDR zur Stenotypistin (Facharbeiter für Schreibtechnik) ausgebildet. Nicht weil ich das wollte. Sondern weil der Staat das so entschied.
Die Lehre war anfangs eine Qual. Aber ich fand meinen Weg, wie ich es immer getan habe. Ich lernte, mich anzupassen. Ich lernte, das Beste aus dem zu machen, was da war. Und ich lernte, was es bedeutet, wenn man keine Wahl hat.
Das ist vielleicht das Wertvollste, was mir die DDR mitgegeben hat: die Fähigkeit, einen Neuanfang nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Möglichkeit.
Mauerfall, Flucht und das erste Mal Farbe
Kurz bevor 1989 die Mauer fiel, flohen mein damaliger Freund und ich in den Westen. Die Familie blieb zurück. Wir wussten nicht, ob wir uns je wiedersehen würden.
Und dann fiel die Mauer doch.
Was folgte, war überwältigend. Die Supermärkte. Die Farben. Das Überangebot. Ich erinnere mich noch genau, wie es sich anfühlte, plötzlich kaufen zu können, was man wollte. Für jemanden, der aus dem Grau kam, war das mehr als Konsum – es war Befreiung.
Ich lebte in Mannheim, zog zurück nach Halle, machte eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, arbeitete mit Franzosen auf einer Großbaustelle in Leuna. Danach: Paris. Zwei Jahre als Sekretärin in einer der schönsten Städte der Welt. Dann Bayern, München, Landsberg am Lech.
Ich war gut in meinem Job. Ich hatte gute Kollegen. Ich verdiente ordentlich. Und ich ahnte nicht im Geringsten, dass mein eigentliches Leben noch gar nicht begonnen hatte.
New Mexico, 2009 – eine Wüste verändert alles
Als mein Mann Michael 2009 von der Bundeswehr für drei Jahre in die USA versetzt wurde, saß ich plötzlich in Alamogordo, New Mexico, ohne Job, ohne Netzwerk, ohne Plan.
Ich wollte die Zeit nicht verschwenden. Also meldete ich mich an der Uni an.
Das Problem: Für ein Studium brauchte man entweder ein Abitur oder den amerikanischen GED-Abschluss. Ich hatte beides nicht. Also machte ich den GED. Und dann suchte ich mir den Kurs, der mich wirklich interessierte – nicht Englisch pauken, sondern etwas Kreatives. Ich hatte eine digitale Spiegelreflexkamera, die ich kaum bedienen konnte. Also meldete ich mich an: Digitale Fotografie und Bildbearbeitung in Photoshop.
Meine Lehrerin hieß Sarah Irving. Sie liebte ihre deutschen Studierenden, pünktlich, zuverlässig, ernsthaft. Noch vor Ende des ersten Semesters nahm sie mich beiseite.
Sie sagte: „Du solltest den ganzen Abschluss machen.”
Ich dachte: Sie meint jemand anderen.
Sie meinte mich.
Der Abschluss, das Studio in der Garage und die weißen Sanddünen
Ich machte den Abschluss. Dunkelkammer, Porträtfotografie, Design, Premiere Pro, und ein Praktikum bei der lokalen Zeitung. Im Mai 2013 graduierte ich als Fotografin.
Kurz danach eröffnete ich mein erstes Studio, in unserer Garage in Alamogordo. Mein Außenstudio war das White Sands National Monument, die größte Gipsdüne der Welt. Weißer Sand, unwirkliches Licht, Familien, Kinder, Menschen, die sich zeigten.
Und ich verstand zum ersten Mal wirklich: Ein gutes Bild macht einen Menschen nicht hübscher. Es macht ihn sichtbar. So wie er wirklich ist – nicht wie er glaubt, sein zu müssen.
Ich bildete mich weiter. Workshops, Conventions, Mentoring durch Steve Kozak von den Texas Professional Photographers. Mein Studio war bald ausgebucht. Aus der Frau, die nie daran gedacht hatte, künstlerisch begabt zu sein, war eine Fotografin geworden, die von ihrer Arbeit lebte.
Zurück nach Deutschland – und wieder von null
2017 endeten die acht schönsten Jahre meines Lebens. Mein Mann wurde nach Büchel in der Eifel versetzt. Wir kannten die Region nicht. Wir ließen Freunde, Kunden und ein Leben zurück, das wir geliebt hatten.
Ich baute mein Business von null auf. Wieder. Ohne Kundenstamm, ohne Netzwerk, ohne Rückenwind. Ich kam aus Amerika, wo mein Studio in New Mexico voll ausgebucht war und landete in einem 150-Seelen-Dorf in der Eifel.
Ich hörte nicht auf. Wer den Mauerfall überlebt hat, überlebt auch einen Neuanfang in Polch.
Aus der Familienfotografin wurde über die Jahre eine Spezialistin für Personal Branding und Unternehmensfotografie. Ich verstand, dass es nicht nur um schöne Bilder geht. Es geht darum, Menschen sichtbar zu machen, strategisch, authentisch, unverwechselbar.
Mehr über diese Strategie findest du in VisuBoost – Strategische Sichtbarkeitsberatung.
2025 – das Jahr, in dem ich beschlossen habe, ich selbst zu sein
2025 war das Jahr, in dem ich aufgehört habe zu zögern.
Ich entschied mich für 100 % Selbstständigkeit ohne Rückversicherung. Ich stand zum ersten Mal mit zitternden Knien auf einer Bühne, beim Business Barcamp in Bonn. Ich fotografierte die Pink Paddler Koblenz, zehn Frauen, die Brustkrebs überlebt hatten, mit Paddel und Blick nach vorne an der Mosel. Ich hielt mein erstes eigenes 3-Tages-Seminar. Ich war beim IBM Influencer Forum bei Leica, beim Gründertreffen von Ralf Dümmels Start-ups, auf der Evalanche Wiesn.
Und ich verstand: Sichtbarkeit beginnt nicht im Außen.
Sichtbarkeit beginnt mit der Entscheidung, sich zu zeigen. Mit allem, was dazugehört. Nicht wenn alles perfekt ist. Sondern jetzt.
Was mich von anderen Fotografinnen unterscheidet
Ich mache nicht einfach Fotos.
Ich entwickle mit dir eine Bildsprache, die zeigt, wer du wirklich bist und wofür du stehst. Ich bringe 15 Jahre Erfahrung, über 1000 fotografierte Marken und meine eigene Geschichte mit in jedes Shooting.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, neu anzufangen. Wie es sich anfühlt, wenn niemand an einen glaubt, außer einer Lehrerin in New Mexico. Wie es sich anfühlt, sichtbar zu werden, obwohl man gelernt hat, sich klein zu machen.
Und genau deshalb kann ich dir helfen, dich zu zeigen, wie du wirklich bist.
Mehr dazu kannst du hier lessen.
Orange ist keine Farbe. Orange ist eine Entscheidung.
Ich komme aus dem Grau. Und ich habe entschieden: nie wieder.
Orange ist meine Antwort auf eine Kindheit ohne Farbe. Es ist meine Haltung, mein Erkennungszeichen, mein tägliches Statement: Ich bin hier. Ich zeige mich. Ich stehe dazu, wer ich bin.
Ein Markenanwalt hat neulich auf LinkedIn geschrieben: „F0T0range – da wird immer ein echter Schuh draus.”
Ich musste lachen. Und dann dachte ich: Genau. Genau darum geht es.
Nicht um einen perfekten Auftritt. Sondern um einen echten.
Bereit, sichtbar zu werden?
Du hast deine Geschichte. Zeig sie.
Viele meiner Kunden kommen zu mir mit einem ähnlichen Gefühl: Sie wissen, was sie können, aber nach außen sieht man es noch nicht. Genau da setze ich an.
Wenn du bereit bist, deine Marke sichtbar zu machen, mit Bildern, die zeigen, wer du wirklich bist, dann lass uns sprechen.
Jetzt kostenloses Kennenlerngespräch vereinbaren
Karina Schuh
Fotografin. Sichtbarkeitsgestalterin. Die Frau in Orange.
Personal Branding Fotografie & strategische Sichtbarkeitsberatung – in Polch, Koblenz, Rheinland-Pfalz und deutschlandweit.




Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!