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Was ist der Unterschied zwischen Fotobearbeitung und Fotoretusche?

Fotobearbeitung und Fotoretusche unterscheiden sich in der Bedeutung der Begriffe deutlich voneinander. Dies kann insbesondere zwischen Fotografen und ihren Auftraggebern zu Missverständnissen führen, es sei denn, der Auftragsumfang und die endgültigen Bilder wurden klar und explizit erklärt.

Fotobearbeitung oder auch Bildoptimierung

Die Fotobearbeitung ist oft ein Vorgang, der für jedes Foto von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten reicht. Dieser Bereich hängt ausschließlich vom gewünschten Aussehen des endgültigen Bildes ab. Jeder Fotograf entwickelt hier seinen eigenen Stil, wenn es um die Anpassungen, wie Beleuchtung/Belichtung, Farbtemperatur und Zuschnitt geht. Die Bildbearbeitung ist neben dem eigentlichen Fotografieren der Großteil der Arbeit. Der Fotograf sieht Hunderte von Fotos durch und optimiert diese, passt sie entsprechend an.

Im Studio kann ich mir das Licht so einstellen, dass ich in Lightroom kaum noch etwas einstellen oder optimieren muss.

Portrait in Lightroom importiert

Portrait in Lightroom importiert

Die Anzahl der zu bearbeitenden Fotos hängt davon ab, wieviele Fotos der Fotograf dem Kunden zur Ansicht bereit stellt. In der Regel sortiert der Fotograf die zu bearbeitenden Fotos vorab. Dies ist Teil des Fotoservices, damit Kunden keine Zeit damit verschwenden müssen, unerwünschte Fotos zu durchsuchen. Dieser Service hilft ihnen, die guten Sachen sofort zu bekommen.

Wenn ich fotografiere, sehen sich oft Fotos sehr ähnlich. Als Fotograf ist es meine Aufgabe, die schönsten Bilder herauszufiltern und diese zur Ansicht bereitzustellen. Hierzu verwende ich Adobe Photoshop Lightroom. Mit diesem Programm kann ich schnell von Foto zu Foto navigieren, sortieren und bearbeiten sowie die Größe der Datei ändern.

Fotoretusche

Die Fotoretusche beginnt, wenn die Fotobearbeitung nicht ausreicht. Vor allem retuschiert man die endgültigen Portraits. Als Faustregel für die Retusche gilt, unansehnliche Elemente im Bild zu entfernen und möglicherweise die Gesamtqualität des Bildes zu verbessern.

Dazu gehören in der Portrait Fotografie Hautunreinheiten, glatte Haut, Zähne aufzuhellen sowie Augen schärfen. Hier berücksichtigt man die Breite des Gesichts, die Augen, die Haarfarbe, den Körper sowie den Hintergrund.

Portrait in Photoshop bearbeitet

Portrait in Photoshop bearbeitet

Ein Foto sollte immer dem Zweck entsprechend retuschiert werden. Das heißt, es gibt Unterschiede zwischen verschiedenen Retuschearten, wie bei Familienfotos, Potraits oder Beauty Fotos.

Für mich als Fotografin ist eine Retusche extrem wichtig. Ich retuschiere die Fotos so, dass sie professionell und natürlich aussehen, ohne zu übertreiben, gehe aber auch auf Kundenwünsche ein. Muttermale retuschiere ich nicht, außer es ist gewünscht.

Für die Fotoretusche nutze ich das Programm Adobe Photoshop. Ich kann hier sehr präzise retuschieren. Das funktioniert in Adobe Photoshop Lightroom nur bedingt.

Zusammenfassend lässt sich die Frage zur Fotobearbeitung vs. Fotoretusche damit beantworten, dass Fotobearbeitung eine Optimierung der aufgenommenen Fotos ist und die Fotoretusche fester Bestandteil der Nachbearbeitung in der Fotografie ist. Das Retuschieren von Fotos erfordert viel Übung, Zeit und Mühe. Ein Fotograf verwendet in den seltensten Fällen Filter zum Retuschieren, da er seinen eigenen Stil entwickelt hat.

 

Die Preiskalkulation eines Fotografen – Sie erhalten das, wofür Sie bezahlen!

Kennen Sie die Aussage „Sie erhalten das, wofür Sie bezahlen.“ (You get what you pay for.) So ist das auch mit der Preiskalkulation eines Fotografen. Je besser die Qualität der Arbeit eines Fotografen, je mehr zahlen Sie dafür. Oft verstehen Kunden nicht wie der Preis zustande kommt.

Es gibt viele Kunden, die für die Dienste eines unerfahrenen, antrainierten, nicht ortsansässigen Hobbyfotografen bezahlten. Allerdings erwarteten sie aber mehr, als sie bezahlten.

Fotografen gibt es wie Sand am Meer. Die meisten professionellen Fotografen haben das Fotografieren mit Filmkameras gelernt. Wenn Sie an einer Hochschule für bildende Kunst studieren, lernen Sie, Ihren eigenen Film zu entwickeln. Es ist entscheidend, diese Beziehung zwischen Licht und Camera obscura zu verstehen, um das künstlerisches Auge in der Fotografie zu schulen.

Ausbildung als Fotograf

Leider im künstlerischen Sinne, aber glücklicherweise auch in jedem anderen Sinne, ist 2018 dank unserer Mobiltelefone jeder ein Fotograf. Und das ist großartig und sehr bequem. Aber wenn es um Kunst geht, stehen Selfies nicht auf dem Lehrplan. Was meiner Meinung nach zu dem traurigen ungebildeten Zustand geführt hat, den wir heute erleben, wo der Durchschnittsmensch nicht zwischen einem guten und einem schlechten Foto unterscheiden kann. Das erklärt auch, warum es so viele „Berufsfotografen“ gibt, die die Fotografie eigentlich nur als Hobby aufgegriffen haben, die wenig bis gar keine künstlerische Ausbildung haben und die dennoch die Hochzeitsfotografie als Dienstleistung für die Allgemeinheit zu einem Preis anbieten, den sie errechnet haben, indem sie sich angesehen haben, was andere Fotografen in ihrer Gegend verlangen und was sie unterbieten.

Ich habe an der New Mexico State University of Alamogordo die Fotografie mit all den Kursen, die dafür notwendig sind, auch Dunkelkammer, erlernt. Dies habe ich in meinem Blogbeitrag beschrieben.

Auch ich habe schon öfters Bemerkungen über meinen Stundenlohn bekommen, weil der Kunde nicht wußte, wie sich dieser Preis zusammen setzt und ihn zu hoch fand.

Taschenrechner
Rechner

Preisvergleich

Wir alle vergleichen Preise, aber es gibt bestimmte Zeiten, in denen ich bereit bin, mehr zu zahlen, um ein qualitativ besseres Produkt zu erhalten. Zum Beispiel für eine Tasche. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich billige Taschen kaufte.Mehr als 30 Euro hätte ich dafür nicht bezahlt. Ich kaufte eine Tasche aus echtem Leder, denn obwohl ich etwas Billiges wollte, wollte ich anständige Qualität, die eine Weile halten würde. Trotz meiner Aufmerksamkeit für dieses Detail würden meine Tasche in etwa einem Monat auseinander fallen. Das machte ich etwa dreimal, bevor ich die Nase voll hatte und anfing, mehr für eine Tasche auszugeben, die länger halten würden. Diese hält Jahre. Obwohl der Preis im Voraus viel höher war, sind die Kosten für die Tasche über ihre Lebensdauer hinweg viel niedriger.

Ich glaube jeder von uns hat schon diese Erfahrung gemacht. Man kauft billig und oft oder einmal richtig gute Qualität, die für ewig hält.

Woraus setzt sich ein Fotoshooting zusammen?

Es ist nicht nur das Foto, das Sie bei einem Fotografen bezahlen. Um besser zu verstehen, woraus sich ein Fotoshooting zusammensetzt, erkläre ich dies anhand einer Portrait Session:

  • Vorbereiten, Emails, Telefonate und persönliches Gespräch mit dem Kunden, das mindestens 1 Stunde dauert
  • An- und Abreise
  • Vorbereitung auf das Shooting – ca. 15 Minuten
  • ein- bis zweistündige Foto Session
  • Laden der Bilder auf den Computer 30 Minuten
  • Sichern der Dateien auf mehreren Laufwerken für 30 Minuten
  • Bildbearbeitung drei bis vier Stunden
  • weitere zwei bis drei Stunden zur Abwicklung der Bestellung von Fotoprodukten, Kontrolle und Übergabe, Abrechnung.

Das sind letztendlich immer acht bis zehn Stunden oder auch mehr, die in ein solches Fotoshooting mit einfließen. In meinem Artikel über „die Entwicklung meiner Preisgestaltung“ beschreibe ich noch einmal genauer woraus sich ein Fotoshooting bei mir zusammensetzt. Ergibt mindestens 10 Stunden für eine gebuchte Stunde. Auf die 250 Euro gerechnet, macht das einen Stundenlohn von 25 Euro. Davon gehen jetzt anteilig noch die monatlichen Fixkosten eines Fotografen ab.

Fixkosten und Aufwand fließen in die Preiskalkulation eines Fotografen mit ein

Die Qualität und auch der Preis richten sich nach der Erfahrung, der Ausbildung und dem Erfolg des Fotografen, vor allem ist es das Fachwissen, die hunderte von Stunden an Ausbildung, Workshops und Messen und die Zeit die der Fotograf braucht, um Ihre Fotos zu erstellen. Über Jahre hinweg schafft sich der Fotograf professionelles Equipment wie Kameras, Objektive, Lichttechnik und Hintergründe an sowie die Computertechnik und die Software zum Bearbeiten der Bilder und für Backups. Die regelmäßigen Ausgaben wie Studio- und Büromiete, Telefon und Internet, Steuern, Versicherungen, Handwerkskammer und Marketing, all dies fließt in die Berechnung eines Fotoshootings mit ein.

Abgesehen von den oben genannten Dingen ist der existenzsichernde Lohn des Fotografen ein weiterer Faktor, mit dem er für Essen, Unterkunft und alle anderen Lebenshaltungskosten aufkommen und seine Arbeit fortsetzen kann. Wie Sie vielleicht auch wissen, hat die Digitalfotografie Leute als selbsternannte Fotografen hervorgebracht. Durch gute Selbstdarstellung können Sie oft nicht den Unterschied erkennen.

Natürlich berechnet jeder Fotograf seine Kosten nach seinem Aufwand und Wissen. Ich habe mich dafür entschieden, Qualitätsarbeit und den besten Service für meine Kunden zu geben. Aus diesem Grund biete ich meine Fotoshootings als „Qualität statt Quantität an“. Es gibt für jedes Fotoshooting eine Absprache mit dem Kunden, und den Preis kann ich je nach Bedarf entsprechend anpassen, falls notwendig. Meine Pakete habe ich auf meiner Webseite veröffentlicht und auch die Preise für die Produkte. Dies ermöglicht es meinen Kunden, vorab einzuschätzen, ob Preis-Leistung für sie passend ist.

Arbeitsplatz Karina Schuh Photography
Büro

Bessere Recherchen bewahren Sie vor schlechter Qualität und Enttäuschung

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass eine Enttäuschung und schlechte Bilder vermieden werden sollten. Tatsächlich ist schlechte Fotografie sehr viel teurer als gute Fotografie. Schlechte Fotografie verschwendet Ihr Geld sowie Ihre wertvollste Zeit und Ihre wertvollsten Erinnerungen. Die Tatsache, dass Sie Ihre Hochzeit nie mehr wiederholen können, nur weil Ihr Hochzeitsalbum ziemlich lahm war, dafür gibt es keine Geldverschwendung. Lernen Sie, dass gutes Material immer teuer ist.

Fotografieren ist nie einfach. Es mag den Anschein haben, dass Fotografen nie gestresst zu sein scheinen oder dass sie aussehen, als hätten sie Spaß beim Fotografieren, aber lassen Sie sich nicht mit Kompetenz und Leichtigkeit verwechseln. Das sind völlig verschiedene Dinge. Ich bin z. B. ein Fotograf mit Herz und Seele, weil ich meinen Job so sehr liebe. Aus diesem Grund habe ich viel Spaß bei jeder Foto Session und es fühlt sich nicht wie Arbeit an.

Wie bucht man nun einen Fotografen? Heutzutage neigt jeder, der eine anständige Kamera trägt, dazu, sich als Fotograf zu proklamieren. Ich habe ein paar Tipps zusammen geschrieben wie Sie Ihren Portrait Fotografen finden.

Denken Sie daran, dass Sie bei der Beauftragung eines Fotografen nicht nur denjenigen mit den teuren Kameras beauftragen. Sie beauftragen vielmehr jemanden, der genau weiß, was er tut und auf Ihre Wünsche genau eingeht.

Wie der berühmte Satz sagt, man bekommt, wofür man bezahlt, und wenn man für einen guten Fotografen bezahlt, sollte man die schönsten Bilder von sich erhalten, die man je gesehen hat und noch Jahre stolz darauf sein.

Portraits in Koblenz

Fazit

Je mehr Erfahrung und Wissen der Fotograf gesammelt hat, desto genauer ist der Preis kalkuliert und desto besser ist die Qualität seiner Arbeit! Es gibt einen Grund, warum die Menschen die Erfahrung in jedem Beruf so hoch loben.

Ansel Adams sagte es am besten:

„Das wichtigste Einzelteil einer Kamera sind die zwölf Zentimeter dahinter.“

Ansel Adams

Wenn Sie einen Profi einstellen, zahlen Sie letztlich für dessen Fähigkeit, Beständigkeit und Lieferfähigkeit. All dies ist das Ergebnis von Erfahrungen, die immer und immer wieder gemacht werden.

Wann braucht man einen Portrait-Fotografen

Lesen Sie Beispiele, wann man einen Portraitfotografen braucht.

Wie findet man einen guten Portraitfotografen

Wie findet man einen guten Portraitfotografen?

Als Fotografin weiß ich nur zu gut wie ich selbst für mich den besten Portraitfotografen suchen würde. Da ich selbst Fotografin mit dieser Spezialisierung bin, weiß ich genau, worauf man bei der Auswahl des richtigen Fotografen achten sollte.

Wenn ich ein Portraitfoto mache, dann möchte ich als Fotografin den Charakter der Person sichtbar machen, damit meine Kunden am Ende ein Bild in den Händen halten, was eine einzigartige Erinnerung ist. Nicht nur die technische Seite, d. h. die professionelle Belichtung des Objektes und spätere Bearbeitung des Bildes spielen dafür eine ganz große Rolle, sondern auch der Service rund um die Fotosession. 

Portraits können von Einzelpersonen, aber auch von Gruppen, wie Familien, gemacht werden und können sowohl im Studio als auch in der Natur entstehen.

Business Portraits und Personal Branding Fotografie in Koblenz und deutschlandweit
Business Portrait

Warum Portraitfotografie?

Das klassische Portrait hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Man liest oft, dass Dokumentationen gewünscht sind, z. B. bei Hochzeiten, Familien, etc.

Ein Portrait ist etwas Besonderes. Durch die Planung und Umsetzung werden qualitativ sehr hochwertige Bilder produziert, die genau an die Gegebenheiten angepaßt werden. Aus diesem Grund sollte z.B. jede Familie Portraits von ihren Lieben von verschiedenen Lebensabschnitten besitzen, die kunstvoll die Wände schmücken und an Generationen weitergegeben werden können. 

Eine andere Form des Portraits ist das Business-Portrait. Dieses vertritt Sie als  Marke und dient als Aushängeschild für Ihr Unternehmen. Mit einem Business-Portrait geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, Sie als Persönlichkeit zu sehen. Dadurch bringen Sie Ihre Marke den Kunden näher.

Business Portraits Koblenz
Business Portraits

So finden Sie den richtigen Portraitfotografen

Die nachfolgenden Punkte geben die Reihenfolge wider, wie ich bei der Suche vorgehen würde:

  1. Fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen für einen Fotografen. Fragen Sie die Leute, deren Meinung Sie schätzen.
  2. Schauen Sie sich die Website eines Fotografen an. Gefällt Ihnen die Webseite? Wirkt sie professionell? Ist die Webseite übersichtlich? Gefällt Ihnen der Stil des Fotografen? Finden Sie sich in diesem Stil wider?
  3. Besuchen Sie auch die Social-Media-Profile des Fotografen: Facebook, Instagram, Pinterest, Google+. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die aktuellen Arbeiten. Was kommentieren die Leute?
  4. Was schreiben die Leute über den Fotografen, z. B. in den Google-Rezensionen? Wenn Sie einen Fotografen “googeln” finden Sie sein Profil und gleichzeitig Rezensionen, die ehemalige Kunden hinterlassen haben. Man kann Rezensionen auch auf Facebook finden – viele Fotografen haben auch Testimonials (also Aussagen früherer Kunden) auf ihren Webseiten. 
  5. Versuchen Sie herauszufinden, mit welcher Ausrüstung der/die Fotograf(in) arbeitet. Schauen Sie nach der Kameraausrüstung. Hat er/sie ein Studio, benutzt der Fotograf gute Studiolichter? Professionelle Fotografen arbeiten mit Markenausstattung. Das fängt bei der Kamera an. Eine gute Marken-Vollformatkamera ist in der Ausstattung ein Muss, um ein gutes Portrait erstellen zu können. Auch qualitativ hochwertige Objektive mit einer offenen Blende gehören in der Portraitfotografie zur Ausstattung. Studioblitze und Softboxen benutzt ein guter Portraitfotograf im Studio und vor Ort.
  6. Bietet der Fotograf einen persönlichen Kennenlerntermin an, bei dem Sie ein Gefühl bekommen, ob die Chemie passt? Das ist sehr wichtig, um sich später bei der Fotosession wohlzufühlen. Wenn man die Person hinter der Kamera kennt und auch mag, werden die Bilder viel natürlicher.

Sie haben es in der Hand. Durch eine gezielte Suche werden Sie schnell herausfinden, welcher Fotograf zu Ihnen passt. Am wichtigsten ist jedoch, dass einem der Stil der Fotos gefällt

Mein vielleicht wichtigster Tipp: 

Lassen Sie sich niemals von einem Fotografen ablichten, dessen Stil Sie nicht mögen!  

Vom Fotoshooting über „Behind the Scenes“, Bearbeitung der Bilder, bis hin zum fertigen Portrait – Workflow einer Fotografin