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Viele Fotografen stehen früher oder später vor dieser Frage: Ist es besser, bei der Aufnahme von Fotos natürliches oder künstliches Licht zu verwenden? Es gibt definitiv keine richtige oder falsche Antwort. Jeder Fotograf hat seine Präferenzen. In diesem Artikel erläutere ich Ihnen anhand einem aktuellen Beispiel die für mich wichtigsten Unterschiede zwischen natürlichen und künstlichen Lichtquellen bei Portraits.

Vorteile bei der Arbeit mit natürlichem Licht

Natürliche Beleuchtung ist tagsüber reichlich vorhanden und einfach in die Fotografie zu integrieren. Je nach Ort, Jahreszeit, Wetter und Tageszeit kann natürliches Licht unterschiedliche Farben und Kontraste in Bildern erzeugen. Beispielsweise neigt die Mittagssonne dazu, neutrale weiße Farben und extrem hohen Kontrast zu erzeugen, die goldenen Stunden des Sonnenaufgangs und -untergangs dagegen erzeugen sehr warme Farben und einen mittleren Kontrast. Der Fotograf kann den Look seiner Bilder beeinflussen, indem er die Zeit und den Ort Ihres Fotoshootings exakt bestimmt.

Auch kann man tolle Portraits im Studio mit natürlichem Licht erstellen, wenn man das Fenster als Lichtquelle nutzt. Direktes Sonnenlicht sollte hier nicht genutzt werden, denn das führt zu harten Schatten.

Das natürliche Licht vom Fenster nutze ich gern bei bestimmten Foto Sessions. Dafür habe ich mir extra ein Zimmer, das zwei Fenster hat als Extra-Studio eingerichtet und ziemlich weiß gehalten. Die Gardinen dienen mir hier als Weichmacher, falls die Sonne herein scheint.
Dieses Zimmer ist ideal für Familienfotos, Boudoir- und Schwangerschaftsfotos. Mit natürlichem Licht kann ich hier spezielle Stimmungen einfangen.

Studio für Boudoir, Familien und Schwangerenfotos
Studio für Fotos mit natürlichem Licht

Nachteile bei der Arbeit mit natürlichem Licht

Als Fotograf muss man das Licht sehen und wahrnehmen und dementsprechend einsetzen. Manchmal passt die Richtung des Lichts nicht gut zu dem Hintergrund, den Sie verwenden möchten. Fotografie heißt auch “mit Licht malen”. Man ist abhängig von der Tageszeit. Nur während der Morgenstunden und ein paar Stunden am Nachmittag finden wir gutes, weiches Licht sind. Wenn Sie ein niedriges hartes Licht wünschen, haben Sie nur weniger als eine Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang. Des weiteren spielt das Wetter ist eine große Rolle. Wenn das natürliche Licht nicht sehr hell ist, was oft in Deutschland der Fall ist, sind gute Objektive die Voraussetzung, weil diese mehr Licht auf den Sensor lassen.

Bei Outdoor-Portraits ist es für mich sehr wichtig, in der Natur ein imaginäres Fotostudio aufzubauen und die Sonne als Rimlight oder Haarlicht zu nutzen, also von hinten. Wenn man erreichen möchte, dass das Gesicht in dieser Situation aufgehellt ist, ist es notwendig, Reflektoren zu nutzen. Dabei spielt wieder das Wetter eine große Rolle, denn diese Reflektoren fliegen wegen der großen Fläche oft weg oder man hat keine Möglichkeit, sie entsprechend zu platzieren, wenn man nicht gerade einen Assistenten dabei hat.

Vorteile bei der Arbeit mit künstlichem Licht

Fotografen, die es bevorzugen, jeden Aspekt Ihres Fotoshootings zu manipulieren und zu steuern, bevorzugen künstliches Licht. Dazu zähle auch ich mich. Da künstliche Beleuchtung wenig mit natürlichen Quellen zu tun hat, ist sie eine unaufhörliche Lichtquelle, die zu jeder Tageszeit verfügbar ist. Dies bedeutet, dass Sie Ihr Fotoshooting nicht unbedingt auf das Wetter oder die Verfügbarkeit von Sonnenlicht ausrichten müssen. Mit künstlichem Licht lassen sich viele verschiedene Lichtsituationen nachstellen.

Als ich Fotografie an der NMSU-A studiert habe, haben wir von Anfang an den Umgang mit künstlichem Licht gelernt. Wir haben gelernt wie wir das natürliche Licht mit künstlichem Licht für uns manipulieren und nutzen könne. Unsere Professorin an der Uni brachte uns auch bei, wie man Bewegungen mit künstlichem Licht einfriert und dadurch sehr scharfe Bilder erzeugt.

Ein weiterer Punkt für mich bei der Arbeit mit künstlichem Licht ist, dass ich in der Natur keinen Assistenten brauche, um die Lichtquelle zu halten.

Nachteile bei der Arbeit mit künstlichem Licht

Auch wenn die künstliche Lichtquelle mehr Kontrolle über Fotoaufnahmen bieten, so benötigt man hier mehr Ausrüstung und Zeit für das Set-up. Im Gegensatz zur Sonne kostet künstliche Beleuchtung Geld. Die künstliche Lichtquelle ist noch nicht alles: künstliches Licht benötigt auch Ständer und Diffuser und eine Energiequelle, d. h. Strom oder Batterien.

Ich habe mich während der Zeit, die ich als Fotografin arbeite, mit entsprechenden Lichtquellen versorgt und nutze diese bei jedem meiner Fotosessions, ob im Studio oder in der Natur.

Meine Präferenz bei der Arbeit als Portrait-Fotografin – künstliches Licht

Am folgenden Beispiel können Sie sehr gut erkennen, was mir in einem Portrait wichtig ist. Auf das Gesicht scheint keine Sonne, die Sonne dient hier als Haarlicht (von hinten). Das künstliche Licht hellt das Gesicht entsprechend auf beim Fotografieren gegen die Sonne. Die Hauttöne werden so viel schöner.

Kinderbilder in Koblenz
Portrait, erstellt mit künstlichem Licht in der Natur

Das Beherrschen der Studiobeleuchtung kann schwierig sein. Ich habe viel über Studio-Beleuchtung und Off-Camera-Flash (der Blitz ist nicht auf der Kamera, sondern an einer bestimmten Seite des Models) gelernt und mich ständig weitergebildet. Nur durch die Arbeit mit künstlichem Licht ist es mir möglich, meine Vorstellungen von dem entsprechenden Portrait umzusetzen. Für mich sind die folgenden Punkte bei der Belichtung mit künstlichem Licht wichtig:

  • Entsprechende Schattenverläufe auf dem Gesicht werden von mir beeinflusst und gewählt
  • Ich kann den Hintergrund beeinflussen
  • In der Natur bin ich nicht auf die Lichtrichtung angewiesen und suche mir den Hintergrund exakt aus
  • Ich habe Einfluss auf die Helligkeit des Hintergrundes
  • Mit künstlichem Licht erziele ich schönere Farben
  • Die Hauttöne sind natürlicher
  • Bewegungen werden eingefroren
  • Catchlights (Die Lichtpunkte, die in den Augen entstehen) in den Augen sind für mich absolut wichtig, damit das Portrait zu leben beginnt
  • Ich kann in jeder Lichtsituation fotografieren, auch in der Dunkelheit und bei Regen
  • Die Qualität des Fotos ist sehr viel besser, da ich die ISO nicht zwingend erhöhen muss

Wie bereits erwähnt, gibt es sehr starke Meinungen für und gegen die Verwendung von natürlichem und künstlichem Licht für die Fotografie. Wozu tendieren Sie, wenn Sie das folgende Beispiel sehen? Ich freu mich auf Ihre Kommentare nachfolgend in diesem Artikel.


Der Monat Oktober begann mit den Herbstferien. Unser Sohn, Niklas, fuhr das erste Mal nach Holland zum Segeln. Eine Woche dauerte diese Segeltour, die ihm richtig gefallen hat. Auf mehreren Booten wurde gemeinsam gesegelt. Uns brachte diese Woche viel Zeit für unsere Arbeit, um die Dinge zu erledigen, die man immer vor sich her schiebt.

Meine Fotoshootings reichten im Oktober vom Headshot für Bewerbungsbilder über eine traumhafte Herbst-Familien-Session, mehrere Kinder-Fine-Art-Sessions in meinem Studio bis hin zum Halloween-Grusel-Shooting.

Jeder neue Kunde bringt für mich eine Geschichte mit. Und ich als Fotografin bin glücklich darüber, dass sie mit mir geteilt wird.

Ein neues Badezimmer für mein Studio

Privat passierte in unserem Haus ziemlich viel, da wir für mein Studio ein Badezimmer bauen. Bisher war dieser Raum unbenutzt und noch im Rohbau. Zukünftig wird dieses Badezimmer meinen Kunden zur Verfügung stehen. Schmutzigen Kinderhände und auch Boudoir-Sessions unter der Dusche sind ab sofort kein Problem mehr. Außerdem kann ich nun auch eine eigene Kundentoilette und tolles Licht zum Schminken bieten. Es sind nur noch wenige Wochenenden notwendig bis alles fertig ist.

Fotos für Werbezwecke

Für mein Weihnachtsangebot suchte ich ein Mädchen zwischen 3 und 5 Jahren für eine Studio-Session.

Mutter - Kind - Fotos in Koblenz

Studio-Portrait

Nach langem Suchen per Facebook und persönlich hat mich Anita angerufen. Sie hat eine kleine Tochter. Ich war so glücklich, dass sie sich gemeldet hat. Vor ihrem Umzug in diese Gegend, hat ihr damaliger Familienfotograf auch Bilder für Werbezwecke benutzt. 

Anita brachte Ximena zu mir ins Studio. Sie hatte ein Kleid an, in dem sie mit ihren goldenen Locken wie ein Engel aussah. Ximena war total offen und hat sich gefreut, dass sie vor der Kamera posen durfte. Die Bilder sind toll geworden. Auch mit Mama, Anita, ist eine schöne Erinnerung entstanden.

Es war ein wunderschöner Herbsttag, draußen war es warm, und das bunte Herbstlaub hing noch zum größten Teil an den Bäumen. Anita fragte mich nach Familienbildern, und wir sprachen über die schönste Zeit im Jahr für eine Session in der Natur bis wir zum Schluss kamen, dass der perfekte Tag für ein Fotoshooting mit der Familie und zwei Hunden heute war. Anita war erst überrascht als ich eine Fotosession in der Natur vorschlug, aber der Tag war perfekt. Bisher hatten sie immer die Bilder im Studio machen lassen.

Und so entstand aus der kostenfreien Studio-Session eine wundervolle Familien-Herbst-Session

Gesagt, getan. Anita fuhr nach Hause, sprach mit ihrem Mann, und dann trafen wir uns nach ein paar Stunden mit der ganzen Familie in einer herrlichen herbstlichen Location wieder. Die Kinder hatten total den Spaß mit dem herumliegenden Laub, und die Hunde waren glücklich über die fliegenden Blätter.

Es wurde eine traumhafte Familien Session, wo alles gestimmt hat. Jeder war gut drauf, das Wetter war perfekt und die Farben stimmten. Ich hatte meinen Spaß, die Familie zu fotografieren, Einzelfotos zu machen, Bilder von den Geschwistern oder nur den Hunden. Auch entstanden Bilder von Anita und ihrem Mann. Es war toll. Eine Woche später traf ich die Familie bei ihnen zuhause zur Bildpräsentation und -auswahl wieder. Jeder kannte mich inzwischen, und gemeinsam bewunderten wir die schönen Bilder.

Familienfotos in der Natur, Koblenz

Familien Session in der Natur

Hochzeitsplanung

Hochzeitsfotografie in Koblenz

Hochzeitsfotografie

Hochzeits Besprechungen mit Kunden, die im nächsten Jahr heiraten möchten, fanden auch einige statt. Dazu fahre ich entweder zu meinen Kunden nach Hause oder ich lade sie zu mir ins Studio ein. Eine ganz spezielle dieser Besprechungen fand in Vallendar statt, wo ich zum Brautpaar nach Hause zum Tapas essen eingeladen war und wir gemeinsam einen tollen Abend verbrachten und Details zur Hochzeit besprachen.

Diese Besprechungen sind so wichtig, auch wenn man denkt, dass es noch viele Monate hin ist bis zum großen Tag. Aber ein Hochzeitsfotograf ist schnell ausgebucht, deshalb sollten Sie rechtzeitig, sobald Sie die Lokation für Ihre Hochzeit kennen, den Fotograf buchen. Je näher dieser Termin rückt, desto mehr haben Sie um die Ohren und können sich nicht auf diese Dinge konzentrieren.

Und so klingt der Oktober aus

Wie wir es schon von unserer Zeit in den USA kennen, wird am letzten Tag im Oktober Halloween gefeiert. In den USA war das jedes Jahr ein großes Fest mit Freunden. Nun ist diese Welle auch nach Deutschland übergeschwappt. Schon im letzten Jahr wurde wir von Freunden zur Halloween-Party mit viel gruseliger Deko eingeladen. In diesem Jahr findet diese Party wieder statt. Genau wie in den USA, bringt jede Familie etwas zu Essen oder zu Trinken mit, dann wird gemeinsam gefeiert. Ich bin in diesem Jahr für die Soljanka verantwortlich, die bei kühleren Temperaturen perfekt paßt. 

Vorschau auf den Monat November 2018

Als erstes werden erst einmal ganz entspannt die Geburtstage meines Mannes und unseres Sohnes gefeiert, bevor Mitte November meine Mutter 70 Jahre alt wird. Zu diesem Anlaß fahren wir nach Halle/Saale, meiner Heimatstadt, wo wir mit Familie und Freunden feiern werden.Ganz besonders freue ich mich auf einen zweitägigen Portrait-Workshop mit Martin Vrapko, einer der erfolgreichsten Fotografen aus der Slovakei. Ende November werde ich zum ersten Mal nach Hamburg fahren, worauf ich mich riesig freue. Und natürlich freue ich mich riesig, Sie bald kennenzulernen.

Wie findet man einen guten Portraitfotografen?

Als Fotografin weiß ich nur zu gut wie ich selbst für mich den besten Portraitfotografen suchen würde. Da ich selbst Fotografin mit dieser Spezialisierung bin, weiß ich genau, worauf man bei der Auswahl des richtigen Fotografen achten sollte.

Wenn ich ein Portraitfoto mache, dann möchte ich als Fotografin den Charakter der Person sichtbar machen, damit meine Kunden am Ende ein Bild in den Händen halten, was eine einzigartige Erinnerung ist. Nicht nur die technische Seite, d. h. die professionelle Belichtung des Objektes und spätere Bearbeitung des Bildes spielen dafür eine ganz große Rolle, sondern auch der Service rund um die Fotosession. 

Portraits können von Einzelpersonen, aber auch von Gruppen, wie Familien, gemacht werden und können sowohl im Studio als auch in der Natur entstehen.

Familienportrait in Koblenz

Portrait einer jungen Mutter mit ihrer Tochter

Warum Portraitfotografie?

Das klassische Portrait hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Man liest oft, dass Dokumentationen gewünscht sind, z. B. bei Hochzeiten, Familien, etc.

Ein Portrait ist etwas Besonderes. Durch die Planung und Umsetzung werden qualitativ sehr hochwertige Bilder produziert, die genau an die Gegebenheiten angepaßt werden. Aus diesem Grund sollte z.B. jede Familie Portraits von ihren Lieben von verschiedenen Lebensabschnitten besitzen, die kunstvoll die Wände schmücken und an Generationen weitergegeben werden können. 

Eine andere Form des Portraits ist das Business-Portrait. Dieses vertritt Sie als  Marke und dient als Aushängeschild für Ihr Unternehmen. Mit einem Business-Portrait geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, Sie als Persönlichkeit zu sehen. Dadurch bringen Sie Ihre Marke den Kunden näher.

Portrait einer Braut

klassisches Portrait einer Braut

So finden Sie den richtigen Portraitfotografen

Die nachfolgenden Punkte geben die Reihenfolge wider, wie ich bei der Suche vorgehen würde:

  1. Fragen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis nach Empfehlungen für einen Fotografen. Fragen Sie die Leute, deren Meinung Sie schätzen.
  2. Schauen Sie sich die Website eines Fotografen an. Gefällt Ihnen die Webseite? Wirkt sie professionell? Ist die Webseite übersichtlich? Gefällt Ihnen der Stil des Fotografen? Finden Sie sich in diesem Stil wider?
  3. Besuchen Sie auch die Social-Media-Profile des Fotografen: Facebook, Instagram, Pinterest, Google+. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die aktuellen Arbeiten. Was kommentieren die Leute?
  4. Was schreiben die Leute über den Fotografen, z. B. in den Google-Rezensionen? Wenn Sie einen Fotografen “googeln” finden Sie sein Profil und gleichzeitig Rezensionen, die ehemalige Kunden hinterlassen haben. Man kann Rezensionen auch auf Facebook finden – viele Fotografen haben auch Testimonials (also Aussagen früherer Kunden) auf ihren Webseiten. 
  5. Versuchen Sie herauszufinden, mit welcher Ausrüstung der/die Fotograf(in) arbeitet. Schauen Sie nach der Kameraausrüstung. Hat er/sie ein Studio, benutzt der Fotograf gute Studiolichter? Professionelle Fotografen arbeiten mit Markenausstattung. Das fängt bei der Kamera an. Eine gute Marken-Vollformatkamera ist in der Ausstattung ein Muss, um ein gutes Portrait erstellen zu können. Auch qualitativ hochwertige Objektive mit einer offenen Blende gehören in der Portraitfotografie zur Ausstattung. Studioblitze und Softboxen benutzt ein guter Portraitfotograf im Studio und vor Ort.
  6. Bietet der Fotograf einen persönlichen Kennenlerntermin an, bei dem Sie ein Gefühl bekommen, ob die Chemie passt? Das ist sehr wichtig, um sich später bei der Fotosession wohlzufühlen. Wenn man die Person hinter der Kamera kennt und auch mag, werden die Bilder viel natürlicher.

Sie haben es in der Hand. Durch eine gezielte Suche werden Sie schnell herausfinden, welcher Fotograf zu Ihnen passt. Am wichtigsten ist jedoch, dass einem der Stil der Fotos gefällt

Mein vielleicht wichtigster Tipp: 

Lassen Sie sich niemals von einem Fotografen ablichten, dessen Stil Sie nicht mögen!