Viele Jahre, in denen ich in den USA gelebt habe, wurde mir immer wieder gesagt, dass ein Claim „veraltet“ ist und dass man keinen Claim braucht. Während dem letzten Jahr, seitdem ich nach Deutschland zurück gekehrt bin (die Geschichte erzähle ich in diesem Artikel), wurde ich immer wieder mit der Nase darauf gestoßen, dass ein Claim sinnvoll für ein Unternehmen ist.

Unterstützung bei der Claimentwicklung

Bei der Bildung des eigenen Claims soll die persönliche Geschichte, der Bezug zu den Produkten und Ideen des Geschäftes oder dem Service mit einfließen. Ich hatte bisher keinen Claim und machte mir ab sofort Gedanken dazu. Leider habe ich das für mich ganz allein überlegt und niemand gab mir deshalb ein Feedback zu meinen Überlegungen. Nun wurde ich noch neugieriger.

In Facebook entdeckte ich Stephanie Schlicker’s Seite für Fotografinnen. Auf dieser Seite fragte ich wie man einen Claim erstellt. Stephanie ist Businesscoach für Fotografinnen und ist super hilfsbereit. Ihre Webseite finden Sie hier.  Sie verwies mich an Judith Peters, Sympatexter, die im Oktober einen Claim-Crash-Kurs anbot. Diesen Kurs machte ich direkt mit, und seitdem überlege ich auf meinem Claim hin und her. Judith gab uns Tagesaufgaben, um unser Denken anzustoßen und das half tatsächlich. Eine Mindmap mit meinen Recherchen und Ideen sollte mir dabei helfen. Außerdem saß ich abends vor dem Fernseher mit meinem Handy, in das ich meine Notizen schrieb. Jeden Werbespot sah ich mir an und grübelte über jeden anderen Claim oder Business. Ich hatte viele Ideen, doch wollte ich meinen Weg als Fotografin und den Inhalt meines Geschäfts mit in den Claim einbinden. Falls auch Sie einen Claim für Ihr Unternehmen suchen und nicht wissen, wie Sie diesen entwickeln können, fragen Sie Sympatexter.

Claimentwicklung No. 1

Lange habe ich über einen deutschen Claim nachgedacht. Ich wollte etwas mit Farbe hineinbringen, weil ich die Farben so liebe. Dann grübelte ich viel über die Sonne und das Licht (Sonne steht für mich für positives Denken und Licht gibt es in jedem Bild). Zwischendurch gab es viele andere Überlegungen und Claims bis eine Bekannte meine Bilder anschaute und sagte „kunstvoll in Szene gesetzt“ würde perfekt zu meiner Bildsprache passen. Das gefiel mir sehr gut, außer, dass es sich auf Deutsch sehr hart anhört. Allerdings fand ich diese Idee als die bisher beste.

Claimentwicklung

Brainstorming zur Claimentwicklung

Die Story hinter dem Claim

Ich überlegte noch einmal was ich mit meinen Bildern ausdrücken möchte. Allerdings brachte mich mein Weg immer wieder zurück zum Englischen. Meine fotografische Geschichte begann in den USA. Meine Familie und ich wohnten von 2009 bis 2017 in New Mexico, ganz im Süden der USA, da mein Mann von der Bundeswehr dort hin versetzt wurde. Die ganze Geschichte dazu findet Ihr hier! In Alamogordo studierte ich Fotografie und eröffnete im Jahr 2013 dort auch mein erstes Fotostudio in meiner Garage. Mein gesamtes Wissen in der Fotografie erlernte ich in den USA, ich nahm an Kursen, Weiterbildungen und Messen teil, hatte einen amerikanischen Mentor, etc. Alle Begriffe der Fotografie sind mir auf Englisch mehr vertraut als auf Deutsch. Eine meiner letzten Klassen an der New Mexico State University of Alamamogordo war Videography und der Umgang mit Premiere Pro. Schaut Euch unbedingt dieses Video über meine Arbeit als Fotografin zu dieser Zeit an.

Meine gesamte Webseite musste ich 2017 von Englisch auf Deutsch übersetzen. Dabei merkte wie schwer ich mich tat bei der Wortfindung. Im Englischen hörte sich einfach alles viel schöner und weicher an (für mich). Acht Jahre in den USA haben mich auch sprachlich sehr geprägt.

Claimentwicklung No. 2

Nachdem ich keinen deutschen Claim gefunden habe, habe ich umgedacht und alles nochmal auf Englisch durchdacht, von Claims wie „Your image your Highlight“, Image Maker, Highlights your image. Auch die Konversationen mit Bekannten haben mir viele Ideen gegeben. Ich habe viele Claims getestet und wieder verworfen. Und wahrscheinlich ist dieser Claim „Timeless Images“ auch nicht mein letzter Claim. Ein Claim entwickelt sich, wahrscheinlich bringt mir die Zeit die Lösung.

Die Bedeutung dieses Claims „Timeless Images“

Ich möchte die Qualität meiner Fotografie in den Claim einfließen lassen. Die Englische Sprache ist der Bezug zu meinem Hintergrund in meiner Fotografie gedacht. Außerdem möchte ich, dass meine Kunden verstehen, was damit gemeint ist. „Timeless Images“ – übersetzt ins Deutsche bedeutet zeitlose Bilder. Dies drückt natürlich schon aus, dass es hier um klassische Bilder geht.

Die Bedeutung dieses Claims für mich

Das Wort „Images“ steht für mich einmal für besondere Bilder und im Deutschen verbindet man ein Image auch mit dem Ruf der Firma oder einer Person. Da ich Portraits für Familien und Geschäftskunden anbiete, passt das Wort „Image“ für beide, einmal für die schönen Bilder und zum anderen für den Ruf einer Geschäftsperson. „Timeless“ bedeutet für mich, die Qualität der Fotos und Fotoprodukte. Ein Foto soll zeitlos sein. Das Foto soll vielfach verwendet werden können, als Geschenk, als Wandbild, in Fotoalben, etc. Deshalb versuche ich klassische Aufnahmen zu produzieren, die zeitlos sind, die zu modernen Häusern passen, aber auch zu antiker Dekoration im Haus. In einem zeitlosen Portrait passen die Farben zueinander, das Licht ist perfekt abgestimmt und die Personen darin passend zueinander angeordnet und gepost. Auch gehört zu dem Wort „Timeless“ die Produktqualität. Es werden hochwertige Ausdrucke gemacht, besondere Papiere gewählt und passende Rahmen.

Beide Worte zusammen beschreiben genau die Gefühle, die ich für meine Arbeit als Fotografin habe, die Liebe dazu, meinen Kunden hochwertige Qualität und einen außergewöhnlichen Service zu bieten.

Ich denke der Claim „Timeless Images“ passt sehr gut zu meiner Philosophy und meiner Art. Im Moment werde ich diesen Claim deshalb auch nicht abändern. Natürlich ist das für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Auch ich werde mich weiterentwickeln.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Morgens

Auch als Fotografin klingelt mein Wecker schon um 6 Uhr. Es war noch sehr dunkel. Ich bekam nur schwer die Augen auf. Nach dem Aufstehen versorgte ich zuerst unseren Kater Lucky. Pepper durfte nicht gefüttert werden. Deshalb musste ich aufpassen, dass Pepper nichts fraß, da sie einen Termin zum Kastrieren hatte. Sie ist erst 6 Monate jung.

Danach bereitete ich das Frühstück für meinen Sohn Niklas vor, bevor ich duschen ging und ihn dann weckte. Während des Frühstücks besprachen wir den Tag. Er packte seine Sachen und ging um 06.50 Uhr zum Bus, um zum Gymnasium nach Münstermaifeld zu fahren.

Nachdem ich mich dann selber fertig gemacht hatte, suchte ich die Katzentasche und Pepper, damit ich rechtzeitig zum Tierarzt fahren konnte. Wir hatten um 08:00 Uhr Termin. Vorher wurden allerdings noch die Emails gecheckt. Oh, wir hatten eine Email von Nancy aus den Alamogordo erhalten. Ed und Nancy sind schon über 80 Jahre alt. Sie besitzen eine Pferde-Ranch und beherbergen dort ca. 50 Rennpferde, die täglich versorgt werden müssen. Ich habe die beiden zum 80. Geburtstag von Nancy kennengelernt, als ich die Fotos für ihre Familie gemacht habe. Sie schreiben über ihre Kinder und das Wetter in Alamogordo sowie dass sie die Kirche gewechselt haben. Wir vermissen sie sehr.

Am Mittwoch Abend hatte ich Max seine Bilder fertig bearbeitet, die ich jetzt noch in eine Online-Galerie lud und eine Email an die Mutter schickte. Sie waren so begeistert von den Fotos, dass sie gleich 38 Stück bestellten. Sie erhalten die Ausdrucke und die digitalen Dateien.

Pepper vor der OP – Handyfoto

Zeit für den Tierarzt. Es war noch dunkel und grau, das schöne Oktoberwetter hatte sich in Nebel verwandelt und sollte den ganzen Tag so bleiben. Pünktlich um 8 Uhr lieferte ich Pepper ab. Sie war ganz brav. 

Auf dem Rückweg vom Tierarzt hielt ich noch kurz beim Supermarkt an und kaufte ein paar Kleinigkeiten ein. Da mein Mann im Moment während der Woche in Bayern auf Schulung ist, brauchte ich für meinen Sohn und mich nicht viel, nur etwas Salat, Joghurt und Obst.

Es war 9.30 Uhr, und ich musste mich ranhalten. Die Waschmaschine und Spülmaschine wurden beladen und angestellt. Die Küche war schon aufgeräumt. Jetzt konnte ich zu meiner Arbeit als Fotografin übergehen. An meinem Claim für meine Webseite arbeitete ich noch und kam nicht wirklich damit voran. Am Vortag hatte ich einen tollen Einfall. Wir wohnen direkt am Traumpfädchen Paradiesweg – eventuell suche ich nun in diese Richtung. Mal sehen wie es da weitergeht.

Achja, ich sollte diesen Artikel schreiben. Einen Tagesablauf von einem individuellen Tag dieser Woche. Ich hab mich für den Donnerstag entschieden. Sympatexter, bei der ich einen 12wöchigen Onlinkurs zum Thema Bloggen mache, gibt uns montags die Wochenaufgaben, die bis freitags erledigt werden sollten. Dabei geht es um diese Blogartikel. Bisher hat es mir schon sehr viel gebracht. Es ist interessant wie sich dies entwickelt, und ich kann nur jedem empfehlen, der eine Webseite hat, dass er auch so einen Kurs belegt. Ich bin damit total happy, obwohl sehr viel Arbeit dahinter steckt.

Meinen Blog zum Thema “Fine Art Portrait” für meine Weihnachtsaktion schrieb ich fertig und bearbeitete die entsprechenden Fotos, die auf die Anzeige kamen. Die Anzeige kreierte ich mit Hilfe von Photoshop. Die Bilder dafür habe ich schon am Wochenende gemacht. Ich möchte in diesem Jahr, dass keine kitschigen Weihnachtsbilder angeboten werden, sondern ganz klassische Portraits, die man noch lange bewundern kann.

Pepper nach der OP – Handyfoto

Es war 11 Uhr und Zeit, Pepper vom Tierarzt abzuholen. Als ich dort ankam, schaute sie mich kaum an. Sie war noch sehr benommen von der Narkose, die Arme. Sie hatte eine Halskrause an, damit sie sich nicht an der Wunde leckte. Der Arzt gab mir allerdings den Rat für einen Anzug. So kam die störende Halskrause ab.

Wir kamen zuhause an. Pepper stand auf und wollte laufen, doch sie fiel immer wieder um. Nach nicht mal einer halben Stunde hatte sie es sogar schon geschafft, diesen Anzug auszuziehen. Ich zog ihn ihr wieder an, und sie schlief schnell ein. Das passierte leider nochmal. Ich hätte mich doch für die Halskrause entscheiden sollen.

Mittag

mein Mittagessen – Handyfoto

Jetzt war es Zeit für mein Mittagessen. Ich machte mir einen Salat mit Hähnchenbrust, Käse, Avocado und Mais, lecker. Die Wäsche wurde noch aufgehängt und auch die Spülmaschine ausgeräumt. Immer wieder schaute ich, dass es Pepper gut ging. 

Um 13.30 Uhr kam Niklas von der Schule und kümmerte sich ganz toll um Pepper. Er aß Mittag, für ihn gab es auch Hähnchenbrust, und ließ sie nicht aus den Augen. Danach ging er in sein Zimmer und machte seine Hausaufgaben, naja gezockt hat er wohl auch. Pepper nahm er mit. Ihr Lieblingsplatz ist auf seinem Rucksack. Dort lag sie und schlief während er Computer spielte.  

Um 15.30 Uhr kamen meine kleinen Kunden, zwei Mädels, Lena und Lisa,  zum Fotografieren. Sie freuten sich auf ihre Fotosession. Das Studio-Set-up hatte ich am Mittwoch schon aufgebaut und das Licht getestet.

Fine Art Portraits in Koblenz

Geschwisterfoto im Studio

Es war toll, die beiden zu fotografieren. Ich erkannte schnell, Lena ein sehr braves Mädchen und Lisa ein Mädchen mit Pfiff war. Die Session verlief toll. Die Mädels haben gepost und ich hatte die Möglichkeit, viele verschiedene Posen und Props auszuprobieren. So etwas hat man nicht immer. Nachdem wir fertig waren, saßen wir noch gemeinsam auf der Terrasse und tranken Apfelschorle und aßen frisch gepflückte Äpfel aus unserem Garten und Kekes, natürlich nur Prinzenrolle, denn die werden gleich nebenan bei Griesson hergestellt. Diese Kekse lieben alle kleinen und großen Kunden. Deshalb hab ich diese immer da.

Es war ca. 17.30 Uhr als ich einen Anruf erhielt, dass eine Frau ganz kurzfristig Bewerbungsfotos brauchte. Natürlich bin ich in dieser Hinsicht sehr spontan und hab sie zu mir gebeten. Ich fragte noch kurz nach der Farbe ihrer Sachen und so baute ich mein Studio um. Das Licht musste neu eingestellt und Hintergründe ausgetauscht werden. Sie kam an und sagte als erstes nach der Begrüßung, dass sie keine ihrer Fotos mochte und dass ich es schwer mit ihr haben würde. Aber das sagen sie alle.

So erklärte ich Nicole jede einzelne Pose, bog sie zurecht und bot ihr eine ganz ungezwungene Fotosession. Gemeinsam suchten wir die schönsten Fotos aus. Sie war sehr happy, denn das Resultat war für sie sehr überraschend. Sie freute sich sehr über die spontane und tolle Fotosession mit mir.

Abends

Ich lud die Fotos auf meinen Computer und bearbeitete die ausgesuchten Bilder, bevor ich sie Nicole per Email schickte. Sie wollte noch am selben Tag ihre Online-Bewerbung wegschicken. Ich hoffe, sie bekommt die Stelle.

Als ich damit fertig war, lud ich die Bilder von Lena und Lisa und sortierte die schönsten Bilder aus und begann sofort mit der Bearbeitung. Die zwei süßen Mäuse waren richtig toll, und die Bilder sind so schön. Ich darf sie auch für Werbezwecke nutzen. Das ist für mich etwas ganz besonderes, denn die meisten Eltern möchten nicht, dass Bilder von ihren Kindern im Internet veröffentlicht werden.

Nachdem ich nun noch diesen Artikel weitergeschrieben hatte, war es auch schon 19.45 Uhr. Ich machte ein spätes Abendessen für Niklas und mich. Er liebt Gehacktesklöpse. Diese bereitete ich ihm zu, und für mich einen Salat.

Niklas ging jetzt Duschen. Danach telefonierten wir noch mit Micha, meinem Mann und entspannten uns gemeinsam mit Pepper vor dem Fernseher. Der Tag ging so schnell vorüber.

Wenn mein Mann auf Lehrgängen ist, genießt es Niklas, bei seiner Mama zu schlafen. Deshalb ging ich gleichzeitig mit ihm und Pepper zu Bett. Gemeinsam gingen wir nochmal den Tag in allen Einzelheiten durch und erzählten uns von den Geschehnissen und schliefen glücklich ein.

Ich werde immer wieder gefragt wie ich zur Fotografie kam. Dieser Weg war mir bis 2009 noch unbekannt. Ja wirklich, kaum zu glauben. Ich glaube, ich war überhaupt nicht künstlerisch begabt. Bis dahin wußte ich nicht einmal, dass mich ein Beruf jemals so glücklich machen könnte, und dass es möglich ist, seine Arbeit so zu lieben.